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Filmreportage Delbrücker SC vs. TuS Dornberg 15.05.2011 – 32. Spieltag

21. Mai 2011 | Von blomeier | Kategorie: 1. Mannschaft


TuS Dornberg bei

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Die Filmreportagen Saison 2010/11

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32. Spieltag Sonntag 15.05.2011
15:00 Uhr
Boker Str. 31
33129 Delbrück
Sportplatz
AM Stadion Delbrück

Delbrücker SC
SiegFußballFußballFußballGelbe-KarteGelbe-Karte
3 : 1

Dornberg
TuS Dornberg
NiederlageFußballGelbe-KarteGelbe-KarteGelbe-KarteGelbe-KarteGelbe-Karte


Tabelle vom 15.05.2011

Das Westfalen-Blatt schreibt am 16.05.2011 – Ausgabe Bielefeld

Die neue Westfälische schreibt am 16.05.2011 -  Ausgabe Bielefeld

Schuhe aus und weiter machen

FUSSBALL-WESTFALENLGA: TuS Dornberg muss die Meisterfeier nach dem 1:3 beim SC Delbrück vertagen
VON HANS-JOACHIM KASPERS

Ein Satz mit X | FOTO: ANDREAS ZOBE

Bielefeld. Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Da hatte Fußball-Westfalenligist TuS Dornberg schon alles für die Meisterfeier vorbereitet, doch nach der indiskutablen Vorstellung beim 1:3 (0:1) in Delbrück mussten Championsdinner und Jubelkorso schnell abgesagt und um mindestens eine Woche vertagt werden.

Die Bielefelder wären beinahe sogar trotz dieser Niederlage am Ziel gewesen, denn bis weit in die Schlussphase hinein stand es bei der parallel laufenden Begegnung zwischen Paderborn II und Dornbergs letztem verbliebenen Verfolger Eintracht Rheine 0:0. Ein Ergebnis, dass dem Spitzenreiter gereicht hätte. Da die Emsländer jedoch kurz vor dem Ende noch das 1:0 schossen, können sie den TuS rechnerisch noch einholen.

“Wir waren heute – ehrlich gesagt – zu schlecht, um feiern zu dürfen”, meinte Trainer Mario Ermisch, der unmissverständlich feststellte: “So darf man nicht auftreten, wenn man Meister werden will.” Die Gäste fanden während der gesamten 90 Minuten nicht zu ihrem gewohnten Kombinationsspiel und hatten zudem den einen oder anderen Totalausfall zu verzeichnen. “Die Niederlage war völlig verdient, wir haben einfach nicht zwingend genug gespielt”, übte auch Stürmer Thies Kambach deutliche Selbstkritik.

Schon bevor der SC Delbrück durch einen wuchtigen Kopfstoß des Abwehrriesen Dominik Hansjürgen mit 1:0 in Führung ging (16.), hätte es 2:0 für die Gastgeber stehen können. In der Anfangsphase, die von einem heftigen Wolkenbruch begleitet war, fanden Tumani und Lübbers bei zwei klaren Möglichkeiten in TuS-Keeper Jan Schönwälder ihren Meister. Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit dagegen nicht eine einzige klare Torchance, so dass die Delbrücker Führung vollkommen in Ordnung ging.

Auch nach Wiederbeginn wirkte Dornberg seltsam verhalten, ja fast verkrampft. “Von draußen sah es so aus, als könne Delbrück und nicht wir heute den Titel gewinnen”, monierte Ermisch, dessen Team in der 58. Minute sogar mit 0:2 in Rückstand geriet: Peter Berhorst bugsierte einen Querpass von Benjamin Braune aus sechs Metern über die Linie.

Dieser Treffer weckte endlich die Lebensgeister des TuS, der nun engagierter auftrat. Was fehlte, war aber weiterhin die Präzision im Spiel der Gäste, die immer wieder Fehlpässe produzierten oder im Abschluss den entscheidenden Schritt zu spät kamen. So konnte ein Dornberger Treffer eigentlich nur nach einer Standardsituation fallen, die prompt in der 78. Minute kam: Nach einem Foul von Fabian Lübbers an Ugur Pamuk zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt, und Mario Bertram wuchtete den Ball zum 1:2 in die Maschen.

Anschließend warf Mario Ermisch, der mit Kambach und Buba zwei weitere Stürmer gebracht hatte, noch einmal alles nach vorn, doch sein Team kam nicht einmal mehr in die Nähe des Ausgleichstreffers. Dafür sorgte Stephan Jessen gegen die entblößte Dornberger Abwehr mit der letzten Aktion der Partie für den 3:1-Endstand.

“Natürlich bin ich vom heutigen Auftritt meiner Mannschaft enttäuscht, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben: Wir werden dann eben einen unserer beiden weiteren Matchbälle nutzen”, sagte Coach Ermisch. Auch Hans-Werner Freese blieb ganz gelassen: “Ich wollte immer schon lieber zu Hause alles klar machen”, sagte der Dornberger Manager. Am nächsten Sonntag gegen Paderborn könnte es also so weit sein. Außerdem hat der Tabellenführer ja immer noch die beiden Punkte, die ihm aus dem Gütersloh-Spiel zugestanden werden dürften, in petto. So gesehen ist der TuS eigentlich doch schon Meister.

Tabelle vom 12.05.2011

Das Westfalen-Blatt schreibt am 14.05.2011 – Ausgabe Bielefeld

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“Gefeiert wird erst am Sonntag in Delbrück”

INTERVIEW: Thies Kambach vom designierten Westfalenligameister TuS Dornberg wartet noch ab


Ein Punkt fehlt noch | FOTO: FRÜCHT

Bielefeld. Praktisch ist der TuS Dornberg schon Meister, letzte Zweifel am Titel können mit einem Remis am Sonntag in Delbrück beseitigt werden. Über die aktuelle Situation sprach Hans-Joachim Kaspers mit Stürmer Thies Kambach.

Moin Thies, habt ihr gestern Abend nach Rheines Niederlage beim VfB Fichte schon gefeiert?
THIES KAMBACH: Nee, nee. So lange die Meisterschaft nicht zu hundert Prozent ganz offiziell feststeht, machen wir das auch nicht. Aber am Sonntag wird es so weit sein, weil wir in Delbrück den nötigen letzten Punkt holen werden. Das Feiern ist schließlich auch viel schöner, wenn du vom Platz gehst und es gerade aus eigener Kraft geschafft hast.

Mit den zwei zusätzlichen Punkten, die ihr aus dem Gütersloh-Spiel bekommen werdet, seid ihr doch aber schon durch . . .
KAMBACH: Das mag so sein, zumal auch unser Trainer Mario Ermisch, ein ausgewiesener Sportrechtsexperte, das sagt. Ich habe aber lieber eine Tabelle vor mir, die klar ausdrückt: Wir sind nicht mehr einzuholen.

Gab’s ein kleines Dankeschön an den VfB Fichte?
KAMBACH: Das wollte unser Kapitän Sören Siek per SMS erledigen. Trotzdem aber auch von mir nochmal ein Hallo in Richtung Rußheide. Ich glaube aber, dass wir es auch ohne Schützenhilfe geschafft hätten.

Und wenn’s an diesem Sonntag nicht klappt, dann eben am nächsten . . .
KAMBACH: Halt, halt. Wir wollen schon so früh wie möglich Nägel mit Köpfen machen, weil wir dann mit Mario Ermisch besser über eine Änderung der Trainingsinhalte diskutieren können. Ein Grillabend und ein lockerer Kick statt noch mal Konditionsbolzerei wäre doch ganz schön.

Die Mannschaft fällt am Saisonende ziemlich auseinander. Ist bei euch schon Abschiedsstimmung zu spüren?
KAMBACH: Bis jetzt überhaupt nicht. Wir waren und sind noch total auf das Erreichen unseres großen Ziels Meisterschaft fokussiert. Ich könnte mir aber vorstellen, dass mit dem Meistersekt oder dem Meisterweizen in der Hand schon ein bisschen Wehmut aufkommen könnte. Es ist ja auch traurig, dass die Wege nach einer so tollen Saison, in der wir ja auch dank des tollen Zusammenhalts so viel erreicht haben so auseinanderführen. Andererseits: So läuft das eben im Fußball.

Der TuS Dornberg wird am Sonntag Meister, wenn er in Delbrück zumindest Unentschieden spielt oder Verfolger Eintracht Rheine in Paderborn nicht gewinnt.

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