>

Jetzt kennt Herne auch Dornberg

26. September 2011 | Von Stadionsprecherin | Kategorie: Topmeldung

Es war wahrlich kein großes Spiel, was der TuS in Herne bot. Aber ein gutes Pferd springt ja bekanntlich nur so hoch, wie es unbedingt muss. Und das Ergebnis zumindest stimmt. Westfalia Herne – TuS Dornberg 0-2.

Die Herner, die den TuS vor dem Spiel nicht kannten, konnten ihn kennen lernen. Zwar nicht von seiner besten Seite, aber für Herne hat es gereicht. Während der 90 Minuten sah man insgesamt 5 nennenswerte Möglichkeiten, eine davon gehörte der Westfalia. Aber der Reihe nach:

In den ersten 20 Minuten plätscherte das Spiel nur so vor sich hin, es gab von beiden Seiten wenig Akzente. Nach 25 gespielten Minuten dann endlich mal ein gut vorgetragener Dornberger Angriff: Loren Hill setzte sich über links durch und ging bis zur Grundlinie durch, dann schlug er eine Flanke und der völlig freistehende Ferhat Kurtulus köpfte zum 0-1 für den TuS ein.

In der letzten Minute der ersten Halbzeit dann noch mal eine gute TuS-Möglichkeit, doch Janis Theermanns Kopfball nach einem Ufuk Basdas Freistoß landete an der Latte.

Wie die erste Halbzeit aufhörte, so ging die zweite Halbzeit los. Janis Theermann hatte in der 52. Minute eine Riesenmöglichkeit, doch der Herner Torwart konnte den Ball abklatschen lassen. 4 Minuten später, also nach 56 gespielten Minuten, wurde Furat Sansar im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Schiedsrichter Lukas Sauer aus Bergkamen zögerte nicht lange und zeigte auf den Punkt. Ufuk Basdas legte sich die Kugel zurecht und verwandelte sehr platziert. 0-2. Das war eigentlich schon alles, was man berichten könnte, aber wir wollen die einzige Herner Chance, wenn man sie denn so nennen möchte, nicht unter den Tisch fallen lassen.

Es war die 78. Minute, da konnte TuS-Keeper Daniel Riemer auch mal eingreifen. Er hatte aber wenig Mühe, den Schuss von Sarpong zu entschärfen.

Eine Kostprobe seiner gesamten Emotionen gab dann der Herner Trainer Ulrich Reimann bei der Pressekonferenz. Am Rande sei erwähnt, dass für den TuS Dornberg der Name Reimann im Zusammenhang mit Herne auch nicht wirklich von Bekanntheit gekrönt ist. Lediglich der berühmte Namensvetter, Willi Reimann, ist hierzulande ein Begriff.

Die Stimmen zum Spiel:

Kollmeier (Trainer Dornberg): Es war kein gutes Spiel meiner Mannschaft. Wir werden einiges zu besprechen haben. Mehr möchte ich jetzt gar nicht dazu sagen. Nur eines: Ich empfinde es als absolute Frechheit, wie die Mannschaft von Ulrich Reimann zur Sache gegangen ist. Meine Mannschaft ist selten mit so vielen Blessuren vom Platz gegangen, wie heute. Erwähnt sei nur der Nasenbeinbruch von Ufuk Basdas.

Reimann (Trainer Herne): Wir waren gegen eine Mannschaft, die nicht stärker war, zu dösig. Ein Punkt wäre für uns möglich und verdient gewesen. Den hätten wir auch bekommen, wenn der Achter und der Elfer (Altan Arslan und Ferhat Kutulus, Anm. d. Red.) Rot gesehen hätten. Beide hätten runter fliegen müssen.

Zuschauer: 150

Die Aufstellung des TuS: Riemer, Stöckner, Sansar, Theermann, Arslan (68. Minute Kambach), Pamuk, Kurtulus, Hill, Callahan, Basdas (61. Minute Kizilkaya), Matys (68. Minute Reinsch)

Schreibe einen Kommentar