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Dornberg kann’s noch

18. September 2011 | Von Stadionsprecherin | Kategorie: Topmeldung

Mit einem 4-1 Sieg gegen die U23 von Alemannia Aachen meldete sich der TuS Dornberg heute endlich zurück, in der NRW-Liga. Und wer meint, Dornberg könne nicht Fußball spielen und wäre in der NRW-Liga nur ein Punktelieferant, der wurde heute eines Besseren belehrt. Die Kollmeiermannen zeigten ein mehr als ordentliches Spiel und das von Beginn an, auch wenn der Trainer mit den ersten zehn Minuten nicht ganz einverstanden war. Bis auf die Torwartposition, die heute wieder von Daniel Riemer besetzt wurde, ließ Kollmeier die Westfalenpokal-Elf auflaufen, dies bedeutete, dass die sonst anstoßenden Hasic, Reinsch, Pamuk und Kizilkaya sich zunächst auf der Bank wieder fanden.

In der 17. Minute eine erste Dornberger Chance: Ein Arslan-Freistoß fand den Kopf von Sansar, doch Aachens Torwart Jorzig konnte halten. In Minute 25 versuchte sich dann Thies Kambach mit einem strammen Schuss von der rechten Seite, doch der Ball ging knapp über das TSV-Tor. Die dritte Chance sollte dann aber sitzen… So oder so ähnlich könnte man den Dornberger Drang beschreiben. 27 Minuten waren gespielt, als Thies Kambach Firat Sansar wunderbar anspielte und Sansar ließ es sich nicht nehmen, er schoss platziert zum 1-0 für den TuS in die Aachener Maschen ein. Drei gute Chancen in Halbzeit 1, ein Tor, endlich mal wieder eine Führung! Damit konnte der TuS gut in die Halbzeit gehen, denn jeder, der das Spiel gesehen hat, weiß, in Hälfte 2 sollte weiter gehen!

Vier Minuten waren gespielt im zweiten Durchgang, da spielte Ufuk Basdas einen Zuckerpass durch die Aachener Abwehr auf Ferhat Kurtulus. Eine wunderbare Möglichkeit, hätte der Assistent von Schiedsrichter Marcel Neuer (seines Zeichens der Bruder von FC Bayern Torhüter Manuel Neuer) nicht die Fahne gehoben – Abseits. Eine knappe Entscheidung. In der 52. Minute setzte sich der agile Thies Kambach über die rechte Seite gut durch, hatte dann das Auge für den im Rücken gut stehenden Arslan, doch Arslan’s Schuss klatschte an den Pfosten. Wer die Aachener Chancen vermisst, es gab bis dato keine wirklich guten Möglichkeiten. Aber in der 55. Minute sollte der TSV dann doch mal etwas gefährlicher vor das TuS-Tor kommen. So war es Engelbrecht, der eine scharfe Flanke schlug, doch Pozder verfehlte in der Mitte knapp das runde Leder. Ryan Callahan und Ferhat Kurtulus bereiteten in einer Co-Produktion in der 57. Minute das 2-0 vor. Altan Arslan verwandelte die gute Vorarbeit. In der 62. Minute war es Ufuk Basdas, der heute durch sehr schöne, öffnende Pässe auffiel, mit einem fulminanten Schuss aus etwa 20 Metern, leider über das Tor. 3 Minuten später machte es erneut Altan Arslan besser, der nach toller Vorarbeit von Thies Kambach über die rechte Seite, zum 3-0 einschoss. Ugur Pamuk, der mittlerweile eingewechselt wurde, konnte es nicht auf sich sitzen lassen, dass er zunächst auf der Bank schmoren musste. In der 73. Minute verwandelt er zum 4-0 für den TuS nach Vorarbeit von Ferhat Kurtulus. Nur drei Minuten später: Freistoß Aachen von der linken Seite, Torentfernung etwa 23 Meter, Engelbrecht nahm Maß und hämmerte den Ball unter die Latte, von dort sprang das Leder aus dem Tor. Schiedsrichter Neuer entschied ohne zu zögern auf Tor. 4-1! In der 83. Minute dann noch mal eine Riesenchance für die Alemannen, doch Pozder’s Schuss knallte an die Latte vom Dornberger Gehäuse. Die letzte Chance des Spiels sollte dann aber noch mal dem TuS gehören: Ugur Pamuk versuchte es in der 90. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel, doch sein Ball ging knapp am Gästetor vorbei.

Nach dem Schlusspfiff sah man endlich mal wieder in glückliche Dornberger Gesichter. “Sie können es ja doch noch”, lautete der einstimmige Tenor der alt-eingesessenen Dornberger Zuschauer.

Die Stimmen zum Spiel:

Michael Burlet (Trainer Aachen II): “Der TuS Dornberg hat heute verdient gewonnen. Meine Mannschaft kam irgendwie nicht richtig ins Spiel. Mein Glückwunsch gilt meinem Kollegen Frederic Kollmeier und seinem Team. Die drei Stunden Fahrt hätten wir uns eigentlich sparen können.”

Frederic Kollmeier (Trainer TuS): ” Ich bin mit Leistung meiner Mannschaft heute gut zufrieden. Die Jungs haben gezeigt, dass sie Fußball spielen können und wollen. Nach der Leistung von vergangenem Mittwoch habe ich keine Veranlassung gesehen, die Startelf zu wechseln und man konnte ja heute sehen, dass die Mannschaft hungrig war und den Sieg wollte. Ich werde meine Mannschaft künftig an der Leistung von heute messen und hoffe, dass es spielerisch jetzt so weiter geht für uns.”

Die Aufstellung des TuS: Riemer, Stöckner, Sansar, Theermann, Arslan (68. Minute Kizilkaya), Kurtulus, Hill (75. Minute Reinsch), Callahan, Kambach (68. Minute Pamuk), Basdas, Matys

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